MZG-Ballerner Kids Camp 2009
Nachdem für Marianne und mich der Wiedereinstieg
ins Wanderreiten im April nach Wahlen so viel Spaß gemacht hat und sich auf
der Plattenrally unsere Céline dicke mit Annabelle angefreundet hatte, stand
schnell fest:
Wir planen eine Woche Reitferien für die
Kinder.
Für dieses Jahr (somit ist eine Fortsetzung für
nächstes Jahr jetzt schon angedroht) bot Marianne sofort ihr Haus als Ort des
Geschehens an. Da man von der Gartenterrasse einen wunderbaren Überblick über
Koppel und Stall hatte und das Reitgelände direkt vor der Tür lag, musste die
Reitwoche einfach wunderschön werden.

Obwohl das Schicksal mir in den 2 Wochen vor
Rittbeginn wirklich sämtliche Steine in den Weg legte, (angefangen vom
Auseinanderbauen des Busmotors wegen diverser Motorschäden, über den Verlust
meines Backenzahns samt nachfolgender Kiefervereiterung, einem Fieberschub bei
Joelle mit montag-morgentlichem Kinderarztbesuch (natürlich hatte mittlerweile
nicht nur mein Zahnarzt, sondern auch unser Kinderarzt Ferien) und
letztendlich eine Stunde vor Abfahrt Zaun-Aufbau wegen kurzfristigem
Randalierens und Zerlegens des alten Zaunes durch die Gäule) rollten
wir, ein paar Stunden später wie geplant, dem Merziger Land entgegen.
Natürlich fing es auch SOFORT nach Verlassen der
Autobahn in Hilbringen an zu Regnen. Was allerdings bei den hohen Temperaturen
eher eine Erleichterung bot.

Am ersten Tag stand lediglich die kurze Strecke vom
Heidwaldhof in Silwingen zu unserer ganz privaten Ferien-Residenz von Peter
und Marianne Zehren in Ballern auf dem Plan.
Abends wurde noch schnell eine leckere frische
Pizza von Marianne gezaubert und bis tief in die Nacht geplaudert.
Marianne mit Eldur, Annabelle mit Max, Céline mit
Nilan
Dienstag:
Nach einem guten Frühstück und einem kurzen
Abstecher ins Biringer Reiterlädchen wurden am "späten" Vormittag die Pferde
verladen und von Peter mit dem wiederbelebten zehrensichen Pferdeanhänger über
Autobahn, Saar und Bahnstrecke nach Besseringen in den Reitverein gefahren.
Großen Dank an Peter, der dies noch alles vor seinem Schichtbeginn mit Ruhe
und Geduld erledigte. Dort schloss sich für diesen Tag Annabelle's Freundin
Zoe unserem kleinen Trupp an.
Zoe führte uns über herrliche Wege des Besseringer
Waldes, vorbei am Wolfsgehege über eine Rundstrecke wieder zurück zum
Vereinsgelände.

Es hat den Kindern und natürlich Marianne und mir
sehr viel Spaß gemacht. Die Ponys sowie die Kinder verstanden sich alles super
und waren ein klasse Team. Es war ein harmonischer und manchmal auch recht
flotter Ritt.
Nachdem Zoe sich an ihrem Heimatstall von unserer
Gruppe getrennt hat, ging es ein gutes Stück durch die Straßen von Besseringen.
Erst an der stark befahrenen Hauptstraße entlang, dann musste wir am
Bahnübergang an der geschlossenen Schranke eine Zwangspause einlegen.


Unsere Reitmädels
Zoe mit Quarter-Horse Stute Viginia
Céline mit Haflinger Nilan
Annabelle mit dt. Ponyspeckbacke Max



Eine kleine Rast im Schatten der Tannen wurde zur
Stärkung der 2 und 4-Beiner eingelegt. Die mitgebrachten Brötchen und Getränke
verzehrt und dann ging es weiter.......





Nilan, der scheinbar noch nicht so oft Bahngleise
überquert hat, hat Céline mit einem mächtigen Hüpfer einen Mords-Schrecken
eingejagt und ist ihr dabei leider in die Ferse gesprungen. Aber ein
Indianer kennt keinen Schmerz und so ist sie dann auch tapfer wieder
weitergelaufen

Jetzt stand nur noch die Überquerung der Saar .....



mein Navajo darf auch mal kurz aufs Bild

und die Unterführung von Autobahn sowie ein
Wellblechtunnel unter der Hauptstraße auf dem Programm.
Aber unsere Kumpels beweisen uns mal wieder, dass
sie richtige Wanderreitpony sind und mit uns durch dick und dünn ohne mit der
Wimper zu zucken gehen.
Ein letzter Aufgalopp und sie dürfen genüsslich auf
den Koppeln grasen. Von uns hatten sie heute nichts mehr zu befürchten, denn
wir wanderten nach Merzig aus, um bei Anja und Annabelle zu Grillen und zu
Schlemmen. Aufgrund einer recht kurzen Montag-Nacht und einem langen Reittag,
bei dem uns die Sonne auf den Schädel brannte, fielen mir auch recht früh
schon die Augen zu. Die 5 Mädels (Annabelle, Zoe, Joëlle, Céline und Lea)
durften in Annabelles Zimmer übernachten und machte somit auch Party mit
"spätem" Ende. Ich hatte den unglaublich Luxus alleine ohne
Quatsch-mich-Tot-Kinder in unserem Campingbus zu übernachten. HERRLICH :) :)
:) Welche unbekannte Ruhe............................ vor dem Sturm,
denn morgens um 8 Uhr wurde ich pünktlich von den Kids geweckt. Bevor sie sich
auf den Weg zum Bäcker machten um eine RIESENTÜTE Doppelweck zu kaufen.
Donnerstag:
nein, Ihr habt Euch nicht verlesen. Nach
Dienstag folgt in dieser Woche der Donnerstag. Am Mittwoch haben wir eine
Reitpause eingelegt. Mehr oder weniger zwangsweise, da ich noch einmal zur
Nachkontrolle zum Zahnarzt musste. Annabelle hat den Mittwoch dann bei uns
zuhause verbracht. Für mich war der Mittwoch dann doch nicht so ganz reitfrei,
da ich von Peter einen Sattel zur Probe mitgenommen habe und trotz TIERISCHER
Müdigkeit den Sattel auf einer kurzen einstündigen Hazembourg-Umrundung auf
unserem Ani testen wollte.
Pünktlich Donnerstag um 10 Uhr trafen wir aber
mit Croissants und Baguette wieder in Ballern zum Frühstücken ein.

Heute stand zuerst ein kleiner Rundritt in den
Saarwiesen mit Oldie Silva (von Kimi geritten) auf dem Programm.


Wieder am Haus von Marianne angekommen trennten wir
uns von Kimi und Silva und drehten noch eine herrliche kleine (3 Stunden ?)
Runde im Schwemlinger Wald.


Pause im Schwemlinger Wald. Armer Navajo musste
täglich in den Packtaschen unsere Getränke schleppen.

Bei der Hitze waren die Pferde so müde, dass selbst
das schönste Stoppelfeld nicht mehr zum Aufgalopp lockte.
Eigentlich sollte der Tagesablauf einen kurzen Trip
von uns Mamas zu Pferde beinhalten. Céline wollte dafür ihren Nilan
Annabelle*s Mama Anja zur Verfügung stellen. Dieser Ritt fiel aber leider
wegen technisch-medizinischem k.o. von Anja aus. Aber den Hunger lassen wir
uns deshalb noch lange nicht nehmen und ließen den Donnerstag wiederum mit
feinsten Grillspezialitäten ausklingen. Zu meiner Freude kam Pia an diesem Tag
auch noch zum Grillen vorbei. Leider habe ich vor lauter Schlemmen keine Fotos
von unserem Abendgelage gemacht. Und wie schon in Wahlen bei unserem letzten
Treffen angesprochen, wollten wir gemeinsam am Federweiße-Ritt von Christian
teilnehmen. Es fehlt im Prinzip nur noch die feste Anmeldung. Denn auf der
Liste standen wir ja schon. Wir hatten Glück, denn genau an diesem Abend wurde
die Ausschreibung zum Anmelden verschickt. So liefen wir denn zwischen PC und
Grilltisch hin und her um auf die E-Mail Benachrichtigung zu warten, ob unsere
Anmeldung rechtzeitig bei Christiane einging. Und siehe da, es hat sich
gelohnt. Wir konnten uns unsere festen Plätze bei dem Ritt reservieren. Es
wurde dann noch kurz geplant und geplant und geplant......
Wir freuen uns alle RIESIG im September
gemeinsam mit Christiane, Jürgen und weiteren VFDlern zu den Satteltramps zu
reiten.
FREITAG:
Nach einer erstaunlich ruhigen und langen Nacht im
Bus mit Joëlle (nur das Quietschen von Eldur und Mäxchen war ab und an zu
hören) weckte uns der Freitag wieder mit herrlichem Sonnenschein. Hätte man
sich das Wetter für diese Woche aussuchen können, dann hätte es perfekter
nicht sein können.
Heute hatten wir viel Zeit, denn lediglich eine
kurze Etappe zurück zum Heidwaldhof stand auf dem Programm. Daher wurde
gaaaanz gemütlich gefrühstückt und gegen Mittag die letzte Strecke in Angriff
genommen.



Auch die Nichtreiter-Kids hatten Aktion ohne Ende.


Der Freitag war sehr heiß und die Bergauf-Strecken
verlangten von den Pony sehr viel Kraft. Einen kleinen Teil der Strecke
führten wir, um die Ponys zu schonen.
Eldur will nur noch in seine Box und wenn er
könnte, würde er sich für den Federweiße-Ritt einen Krankenschein besorgen :)
Max hat trotz barfuß-laufen die Woche gut
mitgehalten.
Nilan hatte sich sein Rentner-Dasein sicherlich
anderst vorgestellt.
Navajos kann plötzlich zockelfreien Schritt
laufen.... Ende gut - alles gut


zurück zur

wobei ich am Ende dann noch samt Pferdeanhänger in
einen herrlichen Stau (brennender LKW auf der A620) mit Stillstand geraten
bin. Nach ca. 45 Min konnte ich nach ganzen 300 gefahrenen Metern die Autobahn
in Höhe Wadgassen verlassen und bin dann quer Beet nachhause gefahren. Ich
LIEBE es mit den Pferden im Hänger irgendwo zum Stehen verdonnert zu sein.
Eine rote Ampel kostet mich schon Nerven aber diese 45 Min. haben mir
sicherlich einige graue Haare geschenkt.

Startseite